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»Blicke in dein Inneres.
Da ist die Quelle des Guten,
die niemals aufhört zu sprudeln,
wenn du nicht aufhörst zu graben.«

Marc Aurel


Eine therapeutische Methode

Heilhypnose - Hypnotherapie, Hypnosetherapie? Sie ist ein möglicher Weg: ein möglicher Zugang zu unseren inneren – uns oftmals unzugänglichen, da unbewussten – Ressourcen.

In der Psychotherapie und im medizinischen, klinischen, psychosomatischen Bereich ist die therapeutische Effektivität der modernen Hypnose mittlerweile - dank intensiver Forschung und Publikationen vor allem in den beiden zurückliegenden Jahrzehnten - für viele Bereiche dokumentiert beziehungsweise nachgewiesen. Kurz gesagt: In Medizin, Klinik und Psychosomatik ist diese Methode heute »angekommen«.

Aufschlussreich in diesem Kontext: das zugrundeliegende Menschenbild: Anders als etwa Sigmund Freud verstand der Begründer der modernen therapeutischen Hypnose, Milton Erickson, das Unbewusste nicht in erster Linie als Hort der negativen, verdrängten Aspekte, sondern als Quelle von Ressourcen und Potentialen, wie sie beispielsweise für Selbstheilungskräfte, für Resilienz und Salutogenese, wesentlich sind. Eine Sichtweise, wie sie sich heute zunehmend in der aktuellen ressourcenorientierten Psychologie und Psychotherapie - beispielsweise der Psychodynamik* - findet.

Heilhypnose setzt im Grundsatz an bei dem, was uns als Lebewesen zuallererst ausmacht: unsere innere Selbstorganisation. Sie bedeutet unter anderem: Jede Erfahrung, die wir machen, bewirkt etwas in uns. Und Heilhypnose ist, so gesehen, eine spezifische, innengeleitete Möglichkeit, Erfahrungen zu machen. Sie basiert auf der Macht unserer inneren Bilder und auf der Macht unserer Empfindungen und Gefühle. Entscheidend sind hier nicht nur die visuellen Imaginationen, sondern ebenso die Klangbilder, Gerüche, Geschmäcker, Körperwahrnehmungen.

Hypnose in diesem Sinne vermag - so heißt es -, Körper und Seele zu verbinden wie kaum andere Methode. Und sie vermag innerhalb der Psychotherapie verschiedenste Ansätze und nahezu die gesamte Breite möglicher Anliegen zu integrieren. Sie kann unter anderem
- eingebunden in ein therapeutisches Konzept - mit herausführen aus Angst, Schmerz oder Depressivität, oder auch dem immensen Leidensdruck eines Tinnitus. Und sie vermag auf der anderen Seite beizutragen zur Stärkung von beispielsweise Selbstvertrauen und Selbstermächtigung - zu Selbstheilungskräften - im Fachjargon eben: zu Salutogenese und Resilienz.

Eng mit der Heilhypnose verwandt ist beispielsweise die  Arbeit mit der sogenannten Time-Line; der Begriff meint: psychische Repräsentation der Lebenszeit. Es gibt sie in vielen produktiven Varianten - unter anderem etwa hilfreich für  innere Klärung, Konfliktlösung, Zielfindung, Ressourcen (wieder)-entdecken, Selbstermächtigung.

*Stavros Mentzos: Lehrbuch der Psychodynamik: Die Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen. Göttingen 2017.


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